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28Mai/19
Werbemarkt: P&G investiert 2018 am meisten

Werbemarkt: P&G investiert 2018 am meisten

Der deutsche Werbemarkt ist 2018 kaum gewachsen: Auf 31,9 Milliarden Euro beliefen sich die Bruttowerbeausgaben der Werbungtreibenden. Ein geringes Wachstum von 0,03 Prozent zum Vorjahr. Das zeigt die aktuelle Bilanz zum Bruttowerbemarkt von Nielsen, Frankfurt.

Mobile Werbung weiterhin die am stärksten wachsende Mediengruppe

Mit einem Wachstum von +58,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum positioniert sich Mobile erstmals mit Bruttowerbeausgaben in Höhe von 1,0 Milliarden Euro erneut als die am stärksten wachsende Mediengruppe. Das zweitstärkste Wachstum verzeichnete Radio mit einem Plus von +2,0 Prozent. Die Bruttowerbeausgaben belaufen sich bei Radio auf mittlerweile 1,95 Milliarden Euro. Als letzte Mediengruppe weisen Zeitungen eine positive Entwicklung von 0,5 Prozent mit Bruttowerbeausgaben von 4,3 Milliarden Euro in 2018 aus.

Fernsehen wächst nur gering, Desktop-Werbung verliert

Mit 15,3 Milliarden Euro Werbeausgaben bleibt Fernsehen weiterhin das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden, wobei das Wachstum nur noch bei 0,01 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum liegt.

Die Werbeinvestitionen in der Mediengruppe Desktop belaufen sich nach dem ersten Jahresabschluss 2018 auf 2,7 Milliarden Euro, was ein Minus von -6,9 Prozent bedeutet. Publikumszeitschriften verlieren -3,9 Prozent (3,3 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen) und Fachzeitschriften -52,0 Prozent (0,37 Milliarden Euro Bruttowerbeaufwendungen). Die Mediengruppen Kino (-13,2 Prozent), Transportmedien (-9,4 Prozent) sowie Ambient Media (-25,4 Prozent) konnten ebenfalls die im Vorjahr erzielten Bruttoumsätze im Kalenderjahr 2018 nicht erreichen.

Lotterie-/Gewinnspiel und Versicherungen mit zweistelligem Wachstum

Der mit Abstand größte Werbungtreibende lautet in 2018 erneut Procter & Gamble mit Werbeinvestitionen in Höhe von 1,0 Milliarden Euro, wobei die Bruttowerbeausgaben gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent reduziert wurden. Mit einem Wachstum der Bruttowerbeausgaben gegenüber dem Vorjahr konnten sich Ferrero (+6,9 Prozent), L’Oréal HUP (+2,1 Prozent), Lidl, (+1,2 Prozent) und Kaufland (+8,8 Prozent) Plätze unter den Top 10 des deutschen Werbemarkts sichern.

Als Top-Branche – ohne Berücksichtigung der Medien- und Unternehmenswerbung – konnte sich im Kalenderjahr 2018 trotz eines Rückgangs von -6,0 Prozent der PKW-Markt mit insgesamt 1,7 Milliarden Euro Bruttowerbeausgaben behaupten. Mit einem zweistelligen Wachstum haben sich die Branchen Lotterie-/Gewinnspiel-Branche (+ 43,6 Prozent) sowie Versicherungen (+24,7 Prozent) einen Platz unter den Top-10-Branchen gesichert.

Der Trend der letzten Jahre zeigt, dass der Lebensmitteleinzelhandel immer mehr Geld in Werbung investiert. Trotz des rückläufigen dritten Quartals 2018 gegenüber Q3/2017 von -9,0 Prozent wurden die Werbeausgaben gegenüber dem Vorjahreszeitraum – bedingt durch die sehr guten ersten zwei Quartale in 2018 – im Kalenderjahr 2018 gegenüber Vorjahr überschritten (+8,8 Prozent / 1,6 Milliarden EUR brutto).

Auf den weiteren Plätzen unter den Top-Branchen folgen mit einem einstelligen Wachstum gegenüber dem Vorjahreszeitraum die Branchen Arzneimittel (+1,3 Prozent), Süsswaren (+6,9 Prozent), Möbel + Einrichtungen (+0,6 Prozent) und Alkoholfreie Getränke (+2,7 Prozent).

 

15Mrz/19
Was Shopper glücklich macht

Millennials wünschen sich innovative Kundenansprache

Keine Frage: Die Millennials, also die Altersgruppe der 18- bis 38-Jährigen, informieren sich viel häufiger im Internet über Produkte, nutzen Apps von Händlern und bestellen öfter online. Für den Lebensmitteleinzelhandel bedeutet das: Mit innovativen Angeboten lassen sich die Millennials – jeder vierte Deutsche gehört zu dieser Altersgruppe – als Kunden gewinnen und binden. Das legt zumindest die Studie “Millennials im Supermarkt” nahe, für die Roland Berger mehr als 2.000 Verbraucher befragt hat.

“Knapp die Hälfte der Millennials konsultiert vor einer Kaufentscheidung das Internet, oft direkt vor dem Regal im Supermarkt”, sagt Thorsten de Boer, Partner von Roland Berger. “Dagegen tun dies nur gut 30 Prozent der Menschen in der Altersgruppe 39 Jahre und älter.” Bei Apps von Lebensmittelhändlern ist die Diskrepanz noch größer, wie die Studie zeigt: Fast jeder fünfte Millennial nutzt solche Angebote, doppelt so viele wie in der älteren Gruppe. Ein Grund dafür: Für die Jüngeren ist die Nutzung von Smartphones zur Selbstverständlichkeit geworden, sie sind ‘always online’.

Millennials bestellen zudem häufiger als die Altersgruppe 39+ Lebensmittel online (47% vs. 34%). Und sie nutzen das Smartphone, um sich in der Filiale Einkaufslisten anzeigen zu lassen (27% vs. 10%) oder mobil zu bezahlen. Dafür suchen sie aktiv nach kostenlosem W-lan im Supermarkt (17% vs. 6%).

Bei der Wahl eines Lebensmittelgeschäfts legen zwar alle Altersgruppen Wert auf traditionelle Kriterien wie Sauberkeit, ein gut sortiertes Warenangebot und die Nähe zum Wohnort. Doch speziell die Millennials wünschen sich laut der Studie auch Angebote wie Selbstbedienungskassen, kontaktloses Bezahlen mit Karte oder Smartphone sowie W-lan im Supermarkt. Deshalb sollten Händler mit entsprechenden Innovationen maximalen Einkaufskomfort in der Filiale bieten, meinen die Experten von Roland Berger. Wichtig sie dabei Konsistenz: “Preise, Angebote und Kommunikation müssen über alle Kanäle einer Linie folgen, denn junge Verbraucher unterscheiden nicht mehr zwischen online und offline. Die Grenzen verschwimmen”, sagt de Boer.

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